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Der Strauß
Die Straußenvögel entstanden vor ca. 55 Mio. Jahren in den Steppen Asiens und verbreiteten sich von dort nach China und in die Mongolei sowie nach Mittel- und Westeuropa. Im Raum Wien lebte der Strauß noch bis vor ca. 10 000 Jahren. Vor ca. 1 Million Jahren wanderte der Strauß nach Afrika aus. In Nordafrika und im nahen Osten wurde der Strauß schon seit vorchristlicher Zeit seiner Federn, seines Fleisches und seiner Eier wegen geschätzt. Im alten Ägypten war der Strauß auf grund seiner symetrischen Federnform ein Symbol für Gerechtigkeit. Im antiken Griechenland und in Rom dienten seine Federn als Helmschmuck. Die aufkommende Beliebtheit der Schmuckfedern im 18 Jahrhundert bei Europas Damen führte fast zur Ausrottung in Asien. In Südafrika werden Strauße seit dem 18 Jahrhundert auf Farmen gehalten. Seit Anfang 1990 wird die Straußenzucht auch in West- und Mitteleuropa wieder betrieben. Geschichte Der Strauß ist der größte Vogel der Welt. Er wird ca. 150 kg schwer und bis zu 60 Jahre alt. Durch die Rückbildung seiner Flügel kann dieser bis zu 3 m große Riesenvogel nicht fliegen. Zum Ausgleich besitzt der Strauß kräftige Beine mit denen er eine Geschwindigkeit bis zu 60 km in der Stunde erreichen kann und dies von 10 min und mehr. Der Strauß ist der einzige Vogel der Welt mit nur 2 Zehen. Die fingerlange Kralle ist eine gefährliche Waffe. Der Strauß gehört zur Ordnung der Flachbrustvögel. Alle Flachbrustvögel sind flugunfähig. Der Strauß unterscheidet sich noch durch 4 Unterarten: Den nordafrikanischen Strauß, den ostafrikanischen Strauß, den Somalistrauß und den südafrikanischen Strauß. Das Gefieder des Hahnes ist schwarz, das der Henne graubraun. Küken tragen zur Tarnung dunkelbraune Linien und Punkte auf hellbraunem Untergrund. Wissenswertes Strauße sind polygam, leben meistens mit einer Haupthenne und mehreren Nebenhennen zusammen. Sie sind Pflanzenfresser, nehmen aber bei Gelegenheit auch tierisches Eiweiß auf. Strauße sehen sehr gut und können Bewegungen bis zu 3,5 km Entfernung wahrnehmen. Das Auge ist viermal so groß wie das Menschenauge. Der Strauß hat ein ausgeprägtes Fluchtverhalten und ist sehr schreckhaft. Von Menschen aufgezogene Strauße sind sehr zutraulich und neugierig und an die Haltung in Gehegen sehr leicht zu gewöhnen. 12 bis 15 Eier bilden ein Gelege. Die Brutzeit beträgt 42 Tage wobei sich der Hahn nachts und die Henne tagsüber das Brutgeschäft teilen. Strauße sind liebevolle und fürsorgliche Eltern und führen die Küken 6 bis 8 Monate lange. Die Zucht Seit Beginn der 90’er Jahre boomt die Straußenzucht auch in West- und Mitteleuropa wieder. Heute stehen Fleisch, Eier und Leder eher im Vordergrund der Nutzung. Gegenwärtig werden ca. 80% der Weltstraußenpopulation auf Farmen und in zoologischen Gärten gehalten. Ohne diese Domestizierung wären diese Tiere vom Aussterben bedroht. |